Ein Jahr Ganztagesgrundschule in der Pestalozzischule

Nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit geht der erste Ganztagesbetrieb einer Ettlinger Pestalozzigrundschule ins zweite Schuljahr. Dem jährlichen Schulstatistikbericht waren dazu nicht alle Informationen zu entnehmen, daher haben wir nachgefragt, wie es läuft: Von 40 auf 70 Kinder von insgesamt 220 Kindern ist die Ganz-tagesquote gestiegen. Also hat sich die Nachfrage nahezu verdoppelt – geht diese Entwicklung so weiter, bis alle vier Grundschulklassen von Anfang an im Ganztagesbetrieb lau-fen, kann von einer Quote von 2/3 aller Grundschulkinder ausgegangen werden. Dies auch deshalb, weil Eltern das Ganztagesmodell zunehmend aus der Kita-betreuung kennen werden. Wir tun deshalb gut daran, darauf vorbereitet zu sein. Das heißt aber auch, den zunehmenden Bedarf an Betreu-ungspersonal für die Nachmittagsstunden sicherzustellen. Dieser rekrutiert sich aus Lehrkräften, aber auch aus Jugend-begleitern, die nur ein beschränktes Stundenkontingent im Jahr ausschöpfen können (2.400). Bei größerer Akzeptanz des Angebotes muss mehr Personal gesucht und gefunden wer-den. Wir wollen, dass der Ganztagesbetrieb bedarfsgerecht und qualitätsvoll ausgebaut wird, zusätzliches Personal also auch pädagogische Erfahrung hat. Auch die Mehrarbeit in der Organisation, die dieser Ausbau mit sich bringt, muss sich im Stellenplan niederschlagen. Dafür setzen wir uns ein.

Für die SPD-Fraktion:
Sonja Steinmann, Stadträtin

Neuer Trinkwasserbehälter auf dem Vogelsang

Die Diskussionen über die Folgen der klimatischen Veränderungen nehmen allenthalben Fahrt auf. Die Folgen der Erderwärmung erkennt man unschwer, wenn man sich die vielen geschädigten Bäume in unseren Wäldern anschaut. Durch Wassermangel und erhöhte Sonnenexposition geschwächt, sind unzählige Nadelbäume dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen und mussten gefällt werden. Aber auch die Wasserstände in unseren Flüssen und Bächen nehmen immer weiter ab. Um die Trinkwasserversorgung für uns auch in künftig zu erwartenden, heißen Hochsommern zu sichern, haben unsere Stadtwerke in den vergangenen Monaten den Trinkwasserbehälter Käthenberg gebaut. Wie wichtig diese Maßnahme der Stadtwerke für uns alle noch werden könnte, erkennt man, wenn man sich an die Trockenperioden zurückerinnert, die wir in den vergangenen Jahren erlebt haben. Und auf solche Perioden werden wir uns in Zukunft leider verstärkt einstellen müssen. Dass unsere Stadtwerke bereits heute die nötigen Vorkehrungen treffen, ist deshalb ausgesprochen beruhigend.

Für die SPD-Fraktion:
René Asché, Vorsitzender
        

Lastenräder als Beitrag zum Klimaschutz

Bereits im Kommunalwahlkampf haben wir mit unserer Aktion „Klimaschutz durch Lastenrad!“ auf die Vorteile von Lastenrädern als Alternative zum Auto aufmerksam gemacht. Denn immer mehr Leute steigen gerade für innerstädtische Fahrten immer öfters aufs Fahrrad. Allerdings gibt es genug Situationen wo das normale Fahrrad keine wirkliche Alternative ist. Man denke nur an den Wocheneinkauf für die Familie oder den Kauf von Getränkekisten. Beides ist mit einem normalen Fahrrad nur schwer zu transportieren. Wir wollen deshalb den Erwerb von Lastenrädern fördern!  Denn mit Lastenrädern lässt sich auch der Wocheneinkauf leicht nach Hause transportieren und das ganze ohne den CO2 Ausstoß eines Autos.

 

Gemeinsame Veranstaltung der Parteien zum 3. Oktober

Am 3. Oktober findet die alljährliche Feierstunde anlässlich der Wiedervereinigung Deutschlands in der Schlossgartenhalle statt. Diese Feierstunde wird seit jeher von allen im Gemeinderat vertretenen Parteien veranstaltet, alle fünf Jahre von der Stadt. Die Einladung löste bei manchem Betrachter Befremden aus, weil nun auch die AfD als Mitveranstalter genannt wird – neben der FDP als ausrichtende Partei und den anderen drei Parteien CDU, Grüne und SPD. Bekanntlich hat die AfD einen Sitz im Gemeinderat errungen. Ja, man hätte die Regularien ändern können, um zu verhindern, dass die AfD auch mal an die Reihe kommt. Das wurde nicht getan. Und das ist richtig so. Es war nicht immer einfach, das Thema jedes Jahr wieder aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten. Und dennoch ist es gelungen. Wer erinnert sich nicht an die Gäste aus Korea, die ob der Teilung ihres eigenen Landes die deutsche Wiedervereinigung als Vorbild sehen. Oder an die Veranstaltung mit Wolfgang Lorch als Moderator von brilliant inszenierten Kurz beiträgen. Nicht weniger interessant waren auch der Ritt durch tausend Jahre Geschichte durch Prof. Frankenberg oder das Podiumsgespräch u.a. mit dem Thüringer Minister Lauinger. CDU, Grüne, SPD und FDP haben hier Maßstäbe gesetzt. Im guten Miteinander. Das muss so bleiben. Liebe Bürgerschaft: Kommen Sie zur Feierstunde in die Schlossgartenhalle!

Für die SPD-Fraktion:
Sonja Steinmann, Stadträt

 

Einweihung des Zwangsarbeitermahnmals

Eigentlich wollte ich zu einem anderen Thema schreiben. Aber die Leserbriefe in den BNN erfordern eine Stellungnahme. Zunächst einmal wäre es schön gewesen, wenn alle die, die sich zu Wort melden, auch dabei gewesen wären bei der Gedenkstunde. Ich sage ausdrücklich Gedenkstunde und nicht Feierstunde, denn zu feiern gab es nichts. Dass in Ettlingen während des zweiten Weltkrieges 3.000 Menschen als Zwangsarbeiter in der Privatwirtschaft, aber auch der städtischen Verwaltung eingesetzt wurden, wusste ich vorher nicht. Im übrigen auch bei Firmen, die heute noch in Ettlingen ansässig sind. Diese Menschen wurden in der Kriegswirtschaft eingesetzt, mussten also helfen, Krieg gegen ihre eigene Heimat zu führen! Welche Einzelschicksale sich dahinter verbergen, kann ich nur erahnen. Als Ettlingerin schäme ich mich dafür. Für das Mahnmal haben sich Menschen unterschiedlichster Couleur und Fachrichtung zusammengefunden und gemeinsam eine Stätte geschaffen, die der Erinnerung an dieses Unrecht dient und die uns ALLE mahnen soll: Nie wieder! Diesen Menschen gilt mein Dank! Gedenken wir der Menschen, die in Ettlingen Leid als Zwangsarbeiter erfahren haben und sorgen wir dafür, dass das Gedankengut, das dies ermöglicht hat, in unserer Mitte keinen Platz hat.

Für die SPD Fraktion:
Sonja Steinmann, Stadträtin

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