Die SPD in Ettlingen

Alles Wichtige auf einen Klick

1. Der Stadtverband
2. Die Fraktion
3. Die Ortsvereine
4. Die Geschichte der Ettlinger SPD

1. Der SPD-Stadtverband... ist der Dachverband in Ettlingen, in dem neben den gewählten Vorstandsmitgliedern auch die verschiedenen Gliederungen unserer Partei in Ettlingen vertreten sind. Dies umfasst die Gemeinderatsfraktion, die Ortsvereine und die Arbeitsgemeinschaften und gewährleistet bei der politischen Meinungsbildung eine Betrachtung aus unterschiedlichen Positionen.

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2. Die SPD–Fraktion im Ettlinger Gemeinderat Eine Fraktion besteht grundsätzlich aus den von der Bevölkerung gewählten Vertretern einer Partei oder einer Wählervereinigung im Gemeinderat. In Ettlingen ist Voraussetzung für den Fraktionsstatus die Mandatszahl Drei. Für wichtige Sachbereiche der Gemeindepolitik werden im Gemeinderat Ausschüsse gebildet, in denen die Fraktionen im Verhältnis ihrer Mandatszahl im Gemeinderat vertreten sind.

Aufgaben der Fraktion:
a) Die Fraktion erarbeitet und entwirft Konzepte zur Problemlösung kommunalpolitischer Fragestellungen. Sie stellt dazu Anträge (Initiativen) zur Gemeindepolitik und richtet Anfragen an die Gemeindeverwaltung (Kontrollfunktion).
b) Sie erarbeitet Ihre Stellungnahme und Abstimmungsposition zu Empfehlungen und Beschlussvorlagen der Verwaltung zur Gemeindepolitik.
c) Die finanzielle Grundlage besteht aus den vom Gemeinderat festzulegenden und im Gemeindehaushalt fixierten Geldmittel für die Fraktionsarbeit. Darüber hinaus erhalten die Mandatsträger eine im Haushalt festgelegte Aufwandsentschädigung.
d) Die SPD – Fraktion im Ettlinger Gemeinderat hat in der laufenden Legislaturperiode (seit der Kommunalwahl 2019) fünf Mandate im Gesamtgemeinderat.

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3. Die Ortsvereine
a) Ortsverein Ettlingen Zum Ortsverein Ettlingen gehören die Kernstadt, Spessart, Schöllbronn und Schluttenbach. Sitzungen des Vorstands sind offen für alle Mitglieder und finden im Schnitt einmal im Monat statt. 

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b) Ortsverein Bruchhausen Regelmäßige Sitzungen der Mitglieder (offen für alle Bürger) finden in unterschiedlichen Lokalitäten in Bruchhausen statt. Ebenso organisiert der Ortsverein regelmäßige Stammtische. Termin und Ort werden jeweils im Amtsblatt und auf eiser Homepage veröffentlicht.

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c) Ortsverein Ettlingenweier/ Oberweier Zum Ortsverein gehören die Ortsteile Ettlingenweier und Oberweier. Es finden regelmäßige Sitzungen des Vorstandes im monatlichen Rhytmus statt. Oft finden diese Sitzung im Rahmen eines öffentlichen Stammtisches statt. Termin und Ort werden jeweils im Amtsblatt und auf eiser Homepage veröffentlicht.

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4. Kurzer geschichtlicher Überblick von Wolfgang Lorch

„Besinnt euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit ihre eigenen Antworten braucht.“

Dieser appellative Satz von Willy Brandt hätte auch am Anfang der Sozialdemokratie in Ettlingen stehen können. 1887 war´s – noch mitten im Kaiserreich -, als sich sozialdemokratisch gesinnte Ettlingern zu einer Ortsorganisation zusammenschlossen, um soziale und demokratische Rechte einzufordern; kämpfend für den Achtstundentag, für Kranken-, Invaliden- und Rentenversicherung, für Schutz gegen Arbeitslosigkeit, für gleiche Bildungschancen und Frauenwahlrecht. Herausragende Männer der ersten Jahrzehnte der Ettlinger Sozialdemokraten waren Franz Kast, Friedrich Diebold, Paul Kuppe, Georg Leppert und Joseph Stöhrer. Es war nicht leicht, sich in dieser Zeit sozialdemokratisch zu bekennen. Schnüffelei, Denunziation, Spitzelwesen, monarchisch gesinnte Behörden, eine wachsende und willfährige Polizei, Verleumdung, Verdächtigungen, Vorurteile – all das gehörte auch zum Alltag der kleinbürgerlich geprägten Amtsstadt mit rund 7000 Einwohnern in jenen Jahren, eine Stadt, in der ohnehin ab 1871 die im Schloß untergebrachte preußische Unteroffiziersschule als zusätzlicher „Ordnungsfaktor“ das öffentliche Leben mitbestimmte. Zeitweise war es sogar nach überlieferten Aussagen schwer, für Veranstaltungen ein Lokal zu finden, fürchteten doch manche Wirte in Ettlingen den Boykott des Bürgertums und deren Vereine, wenn den roten „Sozis“ ein Raum überlassen würde. Auch war es den Wirten seit dem Sozialistengesetz (1878 bis 1890) verboten, Sozialdemokraten einen Ort für Versammlungen anzubieten. Die durch die Industrialisierung Ettlingens anwachsende Arbeiterschaft und der Fall des Dreiklassenwahlrechts in Baden waren sicher Gründe dafür, dass die SPD 1905 in Ettlingen die zweitstärkste Partei wurde. Wichtig für die Stabilität der Ettlinger SPD war auch die Gründung von Kultur- und Sportvereinen der Arbeiterschaft, so zum Beispiel der Arbeitergesangverein „Eintracht“ 1904, der Radfahrverein „Solidarität“ 1904, die Freie Turnerschaft 1905 und der Arbeiterfußballverein 1922, ebenso die Arbeiterwohlfahrt. Ab 1910 kamen die ersten Sozialdemokraten in den hiesigen Bürgerausschuss. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg (1914-1918) und den deprimierenden wirtschaftlichen , sozialen und politischen Verhältnissen setzte sich die SPD mit aller Kraft für die Gemeinde ein. Sie stellte nach dem Bürgerausschusswahlen vom 29 Mai 1919 von 60 Sitzen 19 Volksvertreter. Im Bürgerausschuss erklärte der Sozialdemokrat Georg Leppert am 6. Juni 1919: „Die Zukunft beschert uns große schwere Aufgaben, die gelöst werden müssen, und zwar im Dienste der Gesamtheit, nicht der Einzelinteressen.“ Und so kämpfte man Jahr um Jahr für die soziale Gerechtigkeit und gemeinde-politische Fortentwicklung, bis mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 die SPD für 12 Jahre verboten wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1945 die SPD Ettlingen wieder gegründet. Als 1. Vorsitzenden wählte man Hugo Rimmelspacher. Bei der ersten Gemeinderatswahl am 27.01.1946 erhielt die SPD von zwölf Sitzen vier. Gewählt wurden Hugo Rimmelspacher, Ludwig Glunk, Alfons Lichtenberger und Wilhelm Mackert. Prägend für die Sozialdemokratie in Ettlingen und die Entwicklung der Stadt im Februar 1948. So nahm Ettlingen in den fünfziger und sechziger Jahren einen mächtigen Aufschwung. Neubaugebiete, Schulhaus- und Sportstättenbau, und Verkehrslinienführung, Wasser- und Energieversorgung, Entwässerung, Industrie- und Gewerbeansiedlung, Stadtsanierung - Hugo Rimmelspacher war der kommunalpolitische Motor, getragen auch vom SPD Ortsverein, der SPD Gemeinderatsfraktion und dem Vertrauen der Mehrheit der Bürger. Mit dem Zusammenschluss Ettlingens mit Spessart (1972) Ettlingenweier, Oberweier, Bruchhausen, Schöllbronn und Schluttenbach (1974) endete die Ära Rimmelspacher - ein Stück Ettlinger Geschichte unter sozialdemokratischer Führung, begonnen in den schwierigen Nachkriegsjahren und nach Jahren steter Aufwärtsentwicklung und Prosperität mit der Neuformierung der Stadt abgeschlossen. Am 30. September 1974 schied Rimmelspacher aus dem Amt, ausgestattet mit der Würde des Ehrenbürgers der Stadt. Neuer Oberbürgermeister der Stadt Ettlingen wurde nach der Wahl am 8. Dezember 1974 Dr. Erwin Vetter (CDU). Nach der Gemeinderatswahl von 1986, wobei die SPD mit 10 Mandaten ins Gemeindeparlament einzog, gab der unermüdlich tätige Karl Still sein Amt als Fraktionsvorsitzender nach 22 Jahren ab an Dr. Rüdiger Dierkesmann, der es bis 1992 innehatte. Von 1992 bis Januar 2009 wurde die SPD Gemeinderatsfraktion von Wolfgang Lorch geführt. Seit 2009 hat die SPD sechs Gemeinderatsmandate. Ab 2009 wurde die Ettlinger SPD-Fraktion von Helma Hofmeister geführt, die im Jahr 2016 aus dem Gemeinderat ausschied. Seit 2016 führt René Aschße die Fraktion als Vorsitzender. Insgesamt hat der SPD Stadtverband aktuell rund 150-160 Mitglieder (Stand 2018).

 

Termine

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12.09.2019, 19:00 Uhr Sitzung SPD Stadtverband Ettlingen

26.09.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr Sitzung AG Bildung Karlsruhe-Land
Herzliche Einladung!

04.10.2019, 19:00 Uhr Roter Abend

10.10.2019, 19:00 Uhr Sitzung SPD Stadtverband Ettlingen

07.11.2019, 19:00 Uhr Sitzung SPD Stadtverband Ettlingen

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