Fraktion
Mit Solveig Bauer ist erstmals eine Frau zur neuen Intendantin der Schlossfestspiele Ettlingen gewählt worden, in einer männerdominierten Domäne. Sie hat mit ihrer schwungvollen Bewerbungsrede mit viel Herzblut die Mehrzahl des Gremiums überzeugt. Aber nicht nur ihr persönliches Engagement, sondern auch eine Vielzahl neuer Ideen, haben den Ausschlag gegeben. Sie möchte neben dem Musical, einem Familienstück und einem kleineren Schauspiel auch eine Volksoper (angedacht ist für 2019 die Zauberflöte) etablieren. Damit hätte Ettlingen im Festspielbereich ein Alleinstellungsmerkmal. Auch gibt es Ideen die Bevölkerung, Vereine und Schulen mehr einzubinden, an verschiedenen Austragungsorten Vorstellung zu geben, Mundartstücke zu inszenieren, einen Jugendtheaterclub zu gründen und sich verstärkt um die Nachwuchsförderung im musikalischen Theater zu kümmern. All dieses zusammen ergibt das in der Ausschreibung geforderte innovative Konzept, das die Schlossfestspiele (hoffentlich) zukunftsfähig machen wird. Bei der Menge an Neuerungen hoffen wir, dass unsere neue Intendantin den Überblick nicht verliert und auch mit dem vorgegebenen Budget auskommen wird. Wir sind zuversichtlich, dass ihre Leidenschaft für das Theater sich auf die ganze Stadt übertragen wird. Wir gratulieren Frau Bauer zur Wahl als Intendatin und wünschen ihr gutes Gelingen für ihre vielen Projekte und den Schlossfestspielen nicht nur frischen Wind, sondern auch Aufwind.
Für die SPD–Fraktion:
Kirstin Wandelt
In der Scheibenhardter Straße wurden 29 Bäume auf der westlichen Straßenseite gefällt. Dem wenig erfreuten Ortschaftsrat Ettlingenweier haben Vertreter der Stadtverwaltung und der Stadtwerke Rede und Antwort gestanden, um diesen Eingriff in die Natur zu rechtfertigen. Noch im Rahmen der letzten Haushaltsberatungen hatte die SPD-Fraktion beantragt, diese Maßnahme zu verschieben und statt dessen die Sanierung der maroden Seestraße durchzuführen, die schon seit Jahren immer wieder verschoben wird – leider erfolglos. Von Verwaltungsseite wurde auf das Gefahrenpotential verwiesen, das durch Baumwurzeln für die unter der Baumreihe verlaufende Gasleitung bestehe. Im Rahmen der Beratung im Ortschaftsrat stellte sich dann heraus, dass es den Stadtwerken vorrangig um einen Ringschluss zur Verbesserung der Stromversorgung insbesondere in den Ortsteilen geht. Wenn man aber das Erdreich aufreißt, würde man die Bäume fällen und die seit Jahren bekannte Gefahr für die Gasleitung beseitigen. Abgesehen von einem bedauernswerten Kommunikationsdefizit zwischen Stadtwerke und Stadt: Auch wenn die Bäume irgendwann sowieso hätten weichen müssen und auch ersetzt werden sollen – wir meinen, diese Maßnahme hätte auch noch in einigen Jahren erfolgen können und die Seestraßensanierung hätte nicht erneut verschoben werden müssen – Stand heute bis 2020. Schade um die Bäume. Schade um die Seestraße.
SPD-Ortschaftsräte Ettlingenweier:
Sonja Steinmann, Sonja Schäddel, Martin Waldenmaier
Die Bundestagswahlen waren am 24. September 2017. Das ist inzwischen 5 Monate her. Seitdem haben wir alle die Geschehnisse in Berlin erlebt, die ihres Gleichen suchen. Dabei hat sich die SPD nicht besonders geschickt angestellt, man könnte auch sagen: Sie agierte wie ein wilder Hühnerhaufen. Das sorgt in der ganzen Republik für Kopfschütteln. Und wir in Ettlingen? Auch wir können nur aus der Ferne zusehen, uns informieren und haben ab dem 20. Februar die Möglichkeit über das Zustandekommen oder das Nichtzustandekommen einer Großen Koalition abzustimmen. Zu diesem Thema gab es letzte Woche einen gut besuchten Stammtisch, bei dem kontrovers die GroKo diskutiert wurde. Aber egal was bei der Mitgliederentscheidung herauskommt, wir 6 Gemeinderäte der SPD-Fraktion kümmern uns weiterhin um die Sorgen und Belange der Ettlinger Bürgerinnen und Bürger. Vollkommen unabhängig von dem Chaos, das in Berlin herrscht, werden wir auch weiterhin kontinuierlich und verantwortungsvoll zum Wohle der Stadt handeln. Sprechen Sie uns gerne an, u.a. beim Fahrradmarkt, dem traditionellen Osterstand oder über unser Bürgertelefon unter 07243/31797.
Ihre Ettlinger SPD–Fraktion:
René Asche, Engelbert Heck, Simon Hilner, Jörg
Schosser, Sonja Steinmann, Kirstin Wandelt
PRESSEMITTEILUNG
Vor einigen Monaten erfuhren wir, dass der Caritas-Bezirksverband Ettlingen aus wirtschaftlichen Erwägungen die Belieferung durch Essen auf Rädern aufgegeben hat. Das hatte zur Konsequenz, dass insbesondere in den Höhenstadtteilen die Versorgung der dort lebenden, überwiegend älteren und oftmals hilfsbedürftigen Kundinnen und Kunden von einem auf den anderen Tag plötzlich nicht mehr gesichert war.
Nachdem uns viele Betroffene kontaktiert hatten, um uns ihr Herz auszuschütten, nahmen wir unverzüglich Kontakt zur Arbeiterwohlfahrt auf. Es kam zu mehreren Gesprächen in Ettlingen und in Bruchsal mit dem Ziel, die Essensversorgung wieder sicherzustellen.
Die Verantwortlichen waren sofort bereit, aus sozialer Verantwortung heraus hier einzuspringen. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass die Übernahme der Belieferung der betroffenen Menschen durch die AWO nur dann machbar wäre, wenn man zusätzliche Fahrer einstellen würde und ein weiteres geeignetes Fahrzeug zur Verfügung stünde.
Das so dringend benötigte Fahrzeug sagte Stadtwerkechef Eberhard Oehler zu, ein Ergebnis eines von Oberbürgermeister Johannes Arnold anberaumten Runden Tisches. Seit Oktober hat die AWO nun bereits 35 Neukunden, eine Zahl, die die Geschäftsführer Elke Krämer und Ramiro Henze ausgesprochen positiv werten. In den kommenden Wochen soll nun das neue Fahrzeug in Dienst gestellt und eine 5. Tour eröffnet werden, weil der Wunsch nach einer entsprechenden Essensbelieferung weiterhin sehr hoch ist.
Die SPD-Fraktion begrüßt diese Entwicklung sehr.