Kultur live in Ettlingen: Schlossfestspiele

Die Spielzeit der Schlossfestspiele 2016 ist vorüber. Mit 70 % Auslastung beim Musical könnten wir zufrieden sein – mit rund 40 % beim Schauspiel keineswegs. Auch das Kinderstück war deutlich schlechter nachgefragt als in den vorangegangenen Jahren. An der Auswahl der Stücke, an den Inszenierungen und erst recht an den Darstellerinnen und Darstellern kann es nicht gelegen haben, dass das Publikum nicht Schlange stand. Aber wofür steht das Publikum Schlange? Ausverkauft sind kulturelle Veranstaltungen mit Anspruch meist dann, wenn sie nicht beliebig sind (also nicht in Karlsruhe ebenso angeboten werden) oder nicht an vielen verschiedenen Terminen angeboten werden, also der Zuschauer schnell zugreifen muss, wenn er ein Ticket haben möchte. Es wird uns nicht erspart bleiben, darüber zu diskutieren, mit welcher Konzeption die Schlossfestspiele weiter belebt werden können, um sie auf Dauer als Institution und Markenzeichen unserer Stadt zu erhalten. Das Musical und das Kinderstück als Komponenten dürften kaum verhandelbar sein. Beim Schauspiel könnte dies anders sein. Wenn es nicht gelingt, mehr Zuschauer für das Schauspiel zu begeistern, sind Alternativen gefragt. A propos: Am 31.08.2016 startet im Schlosshof das Open-Air-Kino.

Das Programm finden Sie unter www.kulisse-ettlingen.de oder  ww.ettlingen.de/,Lde/startseite/Kultur/Kino programm.html

Für die SPD-Fraktion:
Sonja Steinmann, Stadträtin

Was wir ergänzen möchten…

Liebe Ettlingerinnen und Ettlinger, vielleicht haben Sie der Berichterstattung in der Lokalpresse entnommen, wie sich die Vertreter der SPD-Fraktion im Gemeinderat zum Umbau der Mensa im Eichendorff und zum Neubau Mensa plus zusätzliche Klassenräume im Schulzentrum geäußert haben. Allerdings konnte man dem Artikel nicht entnehmen, was unsere Argumente im Detail waren. Deshalb hier einige, uns wichtige Ergänzungen:

Mensaumbau Eichendorff: Da der Umbau eine freiwillige Leistung der Stadt Ettlingen ist, war unser Vorschlag, dass man von Seiten der Verwaltung versuchen solle, die Umfeldgemeinden für eine Kostenbeteiligung zu gewinnen. Denn: rund 45% der Schülerinnen und Schüler des EG kommen von außerhalb und gerade für diese ist ja so ein Angebot besonders wichtig.

Neu- und Umbauarbeiten am Schulzentrum: Wir regten an, die vier zusätzlichen Klassenzimmer in Modularbauweise zu planen, um später besser und flexibler auf die sich ständig weiter entwickelnden Unterrichtsformen (Lern-, Projektgruppen usw.) reagieren zu können. Auch hatten wir noch einige kritische Fragen an das zu beauftragende Architekturbüro SWS Architekten. Sie betrafen die Planung des Untergeschosses, eine zusätzliche Toilettenanlage in der Mensa, das Änderungs-/Nachtragsmanagement sowie das Projekt-Organigramm. Alle Fragen wurden zufriedenstellend beantwortet. Deshalb Zustimmung! Nun hoffen wir – zusammen mit den Schülern, Eltern und Lehrern – auf eine zügige und reibungslose Umsetzung.

Für die SPD-Fraktion:
René Asché, Stadtrat

Auf dem ehem. Feuerwehrgelände: Besser mehr oder weniger Parkplätze?

Die Anzahl der benötigten Stell- und Parkplätze ist bei jedem Baugebiet Thema. Umso mehr bei diesem zentral gelegenen Gelände in Toplage. Die Verwaltung schlug im ursprünglichen Auslobungstext einen ÖPNV-Bonus von 60% vor. Ein zukünftiger Investor hätte damit mehr als die Hälfte der zu bauenden Parkplätze sparen können. Da unserer Meinung nach der ÖPNV-Anschluss an dieser Stelle aber eine so hohe Ermäßigung nicht rechtfertigt, hatten wir im Ausschuss - erfolgreich - eine Streichung dieses Bonus beantragt. Im neuen Auslobungstext wurde diese Änderung von Seiten der Verwaltung nun mit dem Zusatz ergänzt, dass der ÖPNV-Bonus doch angerechnet würde, wenn "besondere Mobilitätskonzepte wie z.B. CarSharing, E-Mobilität-Stellplätze mit Ladestation oder zusätzliche Radfahrer-Angebote umgesetzt werden". Diese Formulierung suggeriert u. E. zukünftigen Investoren, dass das Anbringen eines Teils dieser Maßnahmen reicht, um doch die 60% Parkplätze streichen zu dürfen. Mit unserem Antrag auf Streichung dieses neuen Absatzes sind wir im Gemeinderat – leider – gescheitert. Wir bedauern das sehr, da gerade die Parkplatzsituation an dieser Stelle schon jetzt sehr angespannt ist und für die Anwohner von heute und morgen ein wichtiges Thema. Durch eine Bebauung mit Geschäften, Büros und Wohnungen steigt der Bedarf an Raum für den ruhenden Verkehr. Deshalb werden wir „am Ball bleiben“, damit die Belastung durch zusätzliche Parker so gering wie möglich wird.

Für die SPD-Fraktion:
Simon Hilner, Stadtrat

Erinnern Sie sich? Ein Tisch mit sechs bunten Stühlen

Im letzten Jahr konnte man diesen an einigen Stellen in unserer Stadt sehen. Er war ein Treffpunkt, an dem Menschen zusammen kamen, um von ihren Erlebnissen und Erfahrungen zu berichten, die sie durchlebt hatten als sie aus der Fremde nach Ettlingen kamen. Egal ob als Flüchtling nach dem 2. Weltkrieg, als "Gastarbeiter" oder während des Jugoslawienkrieges Anfang der 90er Jahre, alle Erzählungen wurden aufgenommen und dokumentiert. Ein anderer Aspekt war der Austausch der Migrantengruppen untereinander. So ein Kulturprojekt ist wichtig, nicht nur weil es den Migranten das Gefühl gibt, dass man sich für sie interessiert und sie wahrgenommen werden als Bürger unserer Stadt, nein, viel mehr ist eine solche Sammlung von Erfahrungen wichtig für unseren weiteren Umgang mit Menschen, die neu nach Ettlingen kommen. Wir können die positiven Erfahrungen nutzen und bei einer gescheiterten Integration sollten wir versuchen dieselben Fehler nicht noch einmal zu begehen. Die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist immens wichtig und hilfreich für die Gestaltung der Zukunft. Doch was folgt jetzt? Die Ergebnisse der Studie sollen nachhaltig genutzt werden und der Öffentlichkeit vorgestellt werden; am besten in Form einer Ausstellung. Aber darüber hinaus ist es sinnvoll, dass unsere Integrationsbeauftragte diese Ergebnisse für das angedachte Monitoring einbezieht und im Rahmen ihrer Arbeit umsetzt.

Für die SPD-Fraktion:
Kirstin Wandelt

Keine Macht dem Terror

Nach den furchtbaren Terrorakten in Paris befürchten viele, dass schon länger hier lebende Menschen, vor allem aber Flüchtlinge, die dem Islam angehören, unter „Generalverdacht“ geraten, abgelehnt und ausgegrenzt werden könnten. Deshalb soll hier einer unserer Mitbürger zu Wort kommen:

KEINE MACHT DEM TERROR!

Liebe Freunde, liebe Ettlinger,

wer ein Herz hat, ist heute in Gedanken bei den Opfern von Paris. Und trauert und weint mit ihren Familien.

MORD IST MORD, egal wer ihn begeht. Der IS ist auch eine große Gefahr für den Islam selbst. Diesen kann und muss man mit dem Herzen lesen, nicht mit der Kalaschnikow. Für Terrorismus gibt es keine Entschuldigung! Doch man muss die Ursachen des IS-Terrors suchen und versuchen, sie zu beheben wie zum Beispiel die Kriege in Irak, Syrien, Afgahanistan usw.

Ich appelliere daher an alle Muslime Deutschlands: „Bitte helft mit, dass wir in Deutschland keine französischen Verhältnisse bekommen. Helft mit, dass dieses Deutschland so bleibt wie es ist! Ihr dürft jetzt nicht schweigen oder tatenlos zuschauen. Deutschland ist auch Eure Heimat. Helft mit, Freiheit und Frieden auf unseren Straßen zu bewahren. Engagiert Euch für und in unserer Stadt für ein friedliches Miteinander.“

Für die Fraktion und die SPD Ettlingen: unser Mitglied Sener Solmaz

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