Gerade in Zeiten knapper Kassen, ist man geneigt, die sogenannten „freiwilligen Aufgaben“ der Kommune in Frage zu stellen oder erheblich zu kürzen.
Vor allem der Kulturbereich bietet sich hier für viele an. Dabei gilt es aber, das „Kinde nicht mit dem Bade“ aus-zuschütten, denn eine Kommune, die sich nur auf die ihr zugewiesenen Pflichtaufgaben beschränkt und in der es z.B. kein Museum, keine Konzerte,
keine Bibliothek gibt, verliert langfristig auch für Bürgerinnen und Bürger an Attraktivität.
Nicht zuletzt sind diese weichen Standortfaktoren bei Firmenansiedlungen und damit auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen von Bedeutung. Wer hier an der fal-schen Stelle oder zu viel spart, läuft Gefahr, dass Ettlin-gen langfristig in einen Dornröschenschlaf verfällt. Dann wird das Geld schließlich auch für die Pflichtaufgaben
und notwendige Sanierungen von Schulen fehlen.
Daher gilt es, bei allen erforderlichen Sparmaßnahmen, nicht das notwendige Maß zu verlieren.
Für die SPD-Fraktion:
Dörte Riedel, Stadträtin